Chemie

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Die Ausbilderinnen und Ausbilder am Seminar Stuttgart

Laura Auhorn

Laura Auhorn

Thorsten Kreß

Thorsten Kreß

Prof' Heike Maier (Bereichsleitung)

Heike Maier

Jutta Mörgenthaler

Jutta Mörgenthaler

Laura Auhorn, StD’in

Thorsten Kreß, DIR (BL)
Bereichsleitung Medienbildung, Religiöse und ethisch-philosophische Bildung

Heike Maier, Professorin
Bereichsleiterin Naturwissenschaften
Leitung Naturwissenschaftliches Zentrum Azenberg

Jutta Mörgenthaler, OStR'in 



Ziele, Kompetenzen und Inhalte der Ausbildung

Der Chemieunterricht soll Einblicke in die Denk- und Arbeitsweisen der Chemie geben und darüber hinaus Grundkenntnisse vermitteln, die für das Verständnis von chemischen Prozessen in Natur, Umwelt, Technik und Alltag erforderlich sind. Aufgabe der Chemielehrer/Innen ist es, den Unterricht fachlich kompetent, methodisch abwechslungsreich und didaktisch versiert zu gestalten. Die Selbsttätigkeit der Schüler/Innen stellt dabei ein wichtiges Element dar: Der Chemieunterricht lebt von integrierten Schülerexperimenten, praxis- und alltagsorientierten Lerninhalten und offenen Lernformen, die den Schüler/Innen Fach- und Methodenkompetenz vermitteln. Ziel der Ausbildung ist es aufzuzeigen, wie die an der Universität erworbenen fachwissenschaftlichen Grundlagen in diesem Sinne didaktisch und methodisch aufbereitet und im Unterricht umgesetzt werden können.

Konkret bedeutet dies:

a) Unterricht planen, üben und auswerten
Die Referendar/Innen erwerben die Fähigkeit, Experimentalunterricht zielstrebig zu planen, sachgerecht vorzubereiten und unter fachlicher Anleitung umzusetzen. Sie lernen Kriterien zur Beobachtung und Auswertung von Unterricht kennen und sie auf den eigenen Unterricht anzuwenden. Schwerpunkte sind das Experiment als zentrales Element des Chemieunterrichts, das Kennen und Anwenden aktueller Sicherheitsbestimmungen und der Gefahrstoffverordnung sowie der Umgang mit unterschiedlichsten Medien. Darüber hinaus stellen das sinnvolle Einsetzen der Frage- und Impulstechnik, die Ergebnissicherung, das Entwerfen von Einzelstunden, Unterrichtseinheiten und Stoffverteilungsplänen, die Durchführung und fachdidaktische Reflektion von Einzelstunden und die Beurteilung von Schülerleistungen wichtige Ausbildungsinhalte dar.

b) Inhalte und Methoden auswählen, umsetzen und reflektieren
An ausgewählten Beispielen aus allen Klassenstufen werden die oben genannten Aspekte dargestellt, konkretisiert, angewandt, geübt und einer kritischen Reflexion unterzogen. Stufenspezifische Besonderheiten und Probleme werden exemplarisch heraus-gearbeitet mit dem Ziel einer selbstständigen Übertragung auf andere Unterrichtsthemen. Schwer-punkte sind der Anfangsunterricht, der Zusammenhang von Stoff- und Teilchenebene, die Betrachtung quantitativer Aspekte, die Einführung der Formelsprache, der korrekte Umgang mit der Fachsprache und die Vermittlung grundlegender Konzepte und Inhalte (z.B. Donator-Akzeptor-Konzept, zentrale Themen aus der Organischen und Anorganischen Chemie).

c) Kompetenzorientiert Unterrichten

  • Ausrichtung des Unterrichts an konkreten Problemen (Problemorientierung)
  • Herstellung von Alltags- und Umweltbezügen (Kontextorientierung)
  • Experimente planen, organisieren und ihre Durchführung üben (Handlungs- und Schülerorientierung)
  • Umgang mit Heterogenität (Diagnose, Differenzierung, Individualisierung)

Einen aktuellen Ausbildungsplan für das Fach Chemie finden Sie hier.

Didaktik und Methodik des Chemieunterrichts

Die folgende Literaturauswahl hat sich sowohl für die Vorbereitung auf das Referendariat als auch für die professionelle Unterrichtsgestaltung in Ausbildung und beruflicher Praxis bewährt:

  • Barke, H.-D. (2006): Chemiedidaktik. Diagnose und Korrektur von Schülervorstellungen. 1. Aufl. Berlin/Heidelberg: Springer. 

  • Barke, H.-D., Harsch, G., Kröger, S. and Marohn, A. (2018): Chemiedidaktik kompakt. Lernprozesse in Theorie und Praxis. 3. Aufl. Berlin/Heidelberg: Springer Spektrum. 

  • Bülow, B. von, Czieslik, W., Hilgers, U., Kremer, M., Marohn, A., Wambach, H., Wambach-Laicher, J. and Wlotzka, P. (2013): Individualisieren und Aktivieren im Chemieunterricht Sek. II. Band 2: Aufgaben, Materialien, Prüfungsvorbereitung. 1. Aufl. Hannover: Aulis/Friedrich Verlag.

  • Duvinage, B. and Homeyer, M. S. (Hrsg.) (2024): Chemiedidaktisches Einmaleins für Berufsanfänger. Rund um das Experimentieren im Chemieunterricht. Berlin/Heidelberg: Springer Spektrum.

  • Hilgers, U., Kremer, M., Marohn, A., Wambach, H., Wambach-Laicher, J., Witteck, T. and Wlotzka, P. (2011): Individualisieren und Aktivieren im Chemieunterricht Sek. II. Band 1: Aufgaben, Materialien, Prüfungsvorbereitung. 1. Aufl. Hannover: Aulis/Friedrich Verlag. 

  • Paul, J., Schanze, S. and Sieve, B. F. (Hrsg.) (2024): Fachdidaktik Chemie in Theorie und Praxis. 1. Aufl. Berlin/Heidelberg: Springer Spektrum. 

  • Reiners, C. S. (2022): Chemie vermitteln. Fachdidaktische Grundlagen und Implikationen. 2. Aufl. Berlin/Heidelberg: Springer Spektrum. 

  • Schmidkunz, H. and Lindemann, H. (2003): Das forschend-entwickelnde Unterrichtsverfahren. Problemlösen im naturwissenschaftlichen Unterricht. 6. Aufl. Hohenwarsleben: Westarp Wissenschaften. 

  • Sommer, K., Wambach-Laicher, J. and Pfeifer, P. (Hrsg.) (2025): Konkrete Fachdidaktik Chemie. Grundlagen für das Lernen und Lehren im Chemieunterricht. 3. Aufl. Hannover: Aulis.

  • Sommer, K., Wambach-Laicher, J. and Pfeifer, P. (Hrsg.) (2022): Chemiedidaktik in Übersichten. 1. Aufl. Hannover: Aulis/Kallmeyer.

  • Streller, S., Bolte, C., Dietz, D. and Noto La Diega, R. (2019): Chemiedidaktik an Fallbeispielen. Anregungen für die Unterrichtspraxis. Berlin/Heidelberg: Springer Spektrum.